Die souveränen Gliedstaaten zum Bund stehend

 

Die Mitgliedsstaaten des "Deutschen Bund" 1851

Kaisertum Österreich

Königreich Preußen

Königreich Bayern

Königreich Sachsen

Königreich Hannover

Königreich Württemberg

Kurfürstentum Hessen

Großherzogtum Hessen

Großherzogtum Baden

Großherzogtum Luxemburg

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin

Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz

Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Großherzogtum Oldenburg

Herzogtum Holstein

Herzogtum Lauenburg

Herzogtum Nassau

Herzogtum Braunschweig

Herzogtum Sachsen-Altenburg

Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Herzogtum Anhalt-Dessau-Köthen

Herzogtum Anhalt-Bernburg

Herzogtum Limburg

Fürstentum Liechtenstein

Fürstentum Lippe

Fürstentum Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz)

Fürstentum Reuß jüngere Linie (Reuß-Gera)

Fürstentum Schaumburg-Lippe

Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Fürstentum Waldeck-Pyrmont

Landgrafschaft Hessen-Homburg

Freie Hansestadt Bremen

Freie Stadt Frankfurt

Freie und Hansestadt Hamburg

Freie und Hansestadt Lübeck

 

 

Die erste Sitzung der Bundesversammlung unter Teilnahme aller 37 deutschen Staaten fand am 13. Juni 1851 in Frankfurt / M statt.

Am 7. Juni 1866 marschierten preußische Truppen in das seit 1864 unter österreichischer Verwaltung stehende Holstein ein.

Dem Antrag Österreichs auf Mobilisierung des gesamten nichtpreußischen Bundesheeres stimmten die größeren deutschen Staaten zu. Daraufhin erklärte Preußen den Bundesvertrag für nichtig.

Nachdem preußische Truppen in Sachsen, Hannover und Kurhessen einmarschiert waren, forderte Bismarck die norddeutschen Bundesmitglieder auf, sich im Deutschen Krieg mit Preußen zu verbünden. Acht Staaten folgten dem "Bündnisangebot" sofort, weitere neun nach der kriegsentscheidenden Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866.

Damit war der Deutsche Bund faktisch handlungsunfähig und aufgelöst.


Das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzogtum Oldenburg, die Herzogtümer Anhalt, Braunschweig, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg und Gotha, die Fürstentümer Lippe-Detmold, Reuß jüngere Linie, Schaumburg-Lippe, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen und Waldeck, die drei Freien Städte Bremen, Hamburg und Lübeck wandten sich neben dem Königreich Preußen vom "Deutschen Bund" ab und wurden die Erstunterzeichner des neuen "Nordeutschen Bundes".

Später folgten:

-  August 1866 die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz;

- September 1866 das Großherzogtum Hessen-Darmstadt für die nördlich des Mains gelegene Provinz Oberhessen;

- September 1866 das Fürstentum Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz);

- Oktober 1866 das Herzogtum Sachsen-Meiningen und das Königreich Sachsen.

 

Der Friede von Prag beendet den Deutschen Krieg um die politisch-militärische Vorherrschaft im Land.

Nach der Niederlage bei Königgrätz am 3. Juli 1866, Österreich stimmt der Auflösung des „Deutschen Bund“ (1815-1866) mit der Anerkennung des preußischen Vorhabens der Gründung eines norddeutschen Bundes zu.

Durch die am 16. April 1867 verabschiedete Verfassung des "Norddeutschen Bund" entstand ein föderalistischer Bundesstaat.

Norddeutscher Bund 1866

Am 15. November 1870, nach dem deutsch-französischen Krieg, wurde die politische Vereinigung der süddeutschen Staaten und dem Norddeutschen Bund mit der Gründung des unauflöslichen Verein „Deutschen Bund“ mit Verträgen (hier Baden und Südhessen) vom 15. bis 25. November 1870 verwirklicht. (siehe BGBl. 1870 S. 627 und 650, Korrektur 09.12.1870).

Den Eingliederungsvertrag (Inkorporation) Bayerns mit dem unauflöslichem „Deutschen Bund“ unterzeichnete Bray-Steinburg, unter Vorbehalt der Zustimmung des bayrischen Königs und des Landtages, zum Beitritt zum Deutschen Bund (BGBl. 1871 S. 9 und 23; Korrektur 09.12.1870).

Am 25. November 1870 wurde der Eingliederungsvertrag (Inkorporation) mit Württemberg und dem unauflöslichen „Deutschen Bund“ unterzeichnet (BGBl. 1870 S. 654, 657 und 658; Korrektur 09.12.1870).


 

Zuschrift des Bundes-Kanzlers v. Bismarck an den Präsidenten des Reichstags Simson

(Beschluß des Norddeutschen Bundesrats betreffend die Einführung der Bezeichnungen "Deutsches Reich" und "Deutscher Kaiser")

vom 9. Dezember 1870

An den Präsidenten des Reichstages des Norddeutschen Bundes Herrn Dr. Simson,

Ew. beehre mich die ganz ergebenste Mitheilung zu machen, daß der Bundesrath des Norddeutschen Bundes im Einverständniß mit den Regierungen von Bayern, Württemberg, Baden und Hessen, beschlossen hat, dem Reichstage des Norddeutschen Bundes folgende Abänderung der Verfassung des Deutschen Bundes (Nr. 6 der Drucksachen) zur verfassungsmäßigen Zustimmung vorzulegen:[1]

  1. Im Eingang der Bundesverfassung ist an der Stelle der Worte: "Dieser Bund wird den Namen Deutscher Bund führen" zu setzen: "Dieser Bund wird den Namen Deutsches Reich führen".

  2. Der erste Absatz des Artikels 11 der Bundesverfassung erhält nachstehende Fassung: "Das Präsidium des Bundes steht dem Könige von Preußen zu, welcher den Namen Deutscher Kaiser führt. Der Kaiser hat das Reich völkerrechtlich zu vertreten, im Namen des Reiches Krieg zu erklären und Frieden zu schließen, Bündnisse und andere Verträge mit fremden Staaten einzugehen, Gesandte zu beglaubigen und zu empfangen."

Der Kanzler der Norddeutschen Bundes

In Vertretung Delbrück

 


Anmerkung: [1] Der Reichstag des Norddeutschen Bundes stimmten dem Beschluß des Bundesrates des Norddeutschen Bundes am 10.12.1870 zu.

Der damit geänderte Wortlaut der Verfassung des "Deutschen Bundes" wurde am 31.12.1870 im Bundesgesetzblatt 1870, S. 627 veröffentlicht.

 

Inkrafttreten des Beitritts und damit Entstehung des unauflöslichen "Deutschen Bund" mit dem neuen Namen „Deutsches Reich“ am 01. Januar 1871.

Auch bei den Verhandlungen über den Beitritt Bayerns zu dem Bund „Deutsches Reich“ kam es vom 11. bis zum 21. Januar 1871 zu einer großen Redeschlacht in der bayerischen Abgeordnetenkammer, die erst am 21. Januar 1871 mit einer knappen 2/3 Mehrheit dem Beitritt Bayerns zustimmte.

 

Mit dem Einführungsgesetz vom 20. April 1871 (BGBl. 1871 S. 63) wurden die norddeutschen Bundesgesetze zu Reichsgesetze erklärt.

 

[Anmerkung und Schlußfolgerung: Die unbegrenzte Fortgeltung der Novemberverträge von 1870 neben der durch Gesetz beschlossenen und verkündeten Reichsverfassung sind Grundlage für alle weiteren geschichtlichen Abläufe in Deutschland.]

Kommentare   

0 # Die souveränen GliedstaatenMittieVidler 2017-06-12 13:29
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