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Preußen und sein kulturelles Erbe

Die preußische Kultur besteht keinesfalls nur aus der militärischen Geschichte, die immer wieder in den Vordergrund gestellt wird. Sicherlich ist dies ein Teil des Erbes doch insgesamt gehörte Preußen in den Anfängen seiner Geschichte vergleichsweise eher zu den unterentwickelten Gebieten in Mitteleuropa.

Die zwei Kerngebiete die Mark Brandenburg und Ostpreußen des 17. Jahrhunderts verfügten über eine eigenständige regionale Kulturgeschichte. Zu nennen sind da als Beispiele die Zisterzienser in Brandenburg mit Kloster-Zinna, Kloster-Lehnin und Chorin oder das an der Nogat in Westpreußen als Residenz des Deutschen Ordens gelegene Ensemble der Marienburg .

Auch gab es bereits herausragende Einrichtungen, die mit den Universitätsgründungen in Frankfurt an der Oder 1506 als brandenburgische Landesuniversität sowie der 1544 gegründeten Universität Königsberg für das Herzogtum Preußen durchaus überregionale Bedeutung erlangten.

 

Königsberger Universität und Dom

 
"Die ursprüngliche historische Landschaft Preußen, benannt nach ihren baltischen Ureinwohnern, den Prußen, entsprach in etwa dem späteren Ostpreußen. Ab 1226 bildete das Preußenland (zusammen mit der historischen Region Pommerellen) das Zentrum des Deutschordensstaates, welches dem Deutschen Orden vom Deutschen Kaiser verliehen wurde. 1335 wurde das Lehen durch den Kaiser bestätigt.[1] Das Gebiet des Ordensstaates Preußen wurde durch den nicht anerkannten Zweiten Frieden von Thorn 1466 geteilt: in das der polnischen Krone direkt unterstehende Königliche Preußen (was das Gebiet Pommerellens einschloss) und in den Restordensstaat, der ebenfalls die polnische Lehenshoheit anerkennen musste. Durch die Säkularisierung des letzteren entstand 1525 das weltliche Herzogtum Preußen.[2] 1527 wurde Preußen vom Kaiser an Walter von Cronberg verliehen, da Albrecht von Brandenburg dem Hochmeisteramt entsagt hatte. Seit 1577 wurden auch die Kurfürsten von Brandenburg, die als Herzöge von Preußen mitbelehnt waren, zur Regierung eingesetzt, und durch Erbschaft fiel Preußen 1618 ganz an die Kurfürsten von Brandenburg. 1657 konnte Kurfürst Friedrich Wilhelm das Herzogtum aus der polnischen Lehensherrschaft lösen. Da es außerhalb des Heiligen Römischen Reiches lag, war es somit souverän und wurde 1701 zum Königreich Preußen erhoben. Dieser Name wurde in der Folgezeit auf alle Territorien der Könige und Kurfürsten aus dem Haus Hohenzollern innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen übertragen. Das Königreich stieg im 18. Jahrhundert zur europäischen Großmacht und 1866 nach dem Deutschen Krieg zur führenden Macht Deutschlands auf. 1871 vereinte Preußen alle deutschen Staaten mit Ausnahme Österreichs unter seiner Führung. Fortan war es der dominierende Teilstaat des Deutschen Reiches." (1)

 

"Nach dem Sturz der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918 wurde aus dem Königreich der republikanisch verfasste Freistaat Preußen. Während der Weimarer Republik ein Bollwerk der Demokratie, wurde seine Landesregierung 1932 im sogenannten Preußenschlag von der Reichsregierung entmachtet. Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 (2) verfügte der Alliierte Kontrollrat der vier Besatzungsmächte in Deutschland die rechtliche Auflösung Preußens, das als Staat zu bestehen de facto bereits mit dem Kriegsende 1945 aufgehört hatte. Traditionslinien der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland und vieler ihrer Länder führen weit in die Geschichte Preußens. Sein einstiges Territorium (Stand 1871) teilt sich Deutschland heute mit sechs weiteren Staaten, von Belgien bis Russland." (3)

 

Dieser Artikel wird fortgesetzt.



(1) (3) Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Preußen

(2) Die Interpretation des KRG Nr. 46 liegt im Auge des Betrachters. Es wurde die preußische Regierung verhaftet, der Landtag rechtswidrig aufgelöst und damit der Staat Preußen handlungsunfähig gemacht. Der Staat an sich konnte nicht Aufgelöst werden, die dazu nötige Ausrottung der Staatsangehörigen fehlt bis heute. Das Selbstbestimmungsrecht hat auch bei den Alliierten Vorrang, das wurde im "Berliner Abkommen" (auch "Potsdamer Abkommen" genannt) festgehalten. Bis zum Abschluß eines Friedensvertrages, wird diese Frage weiterhin offen sein.

 

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