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Zeitraum 1800 - 1849

 

1804

Publikation des „Code Civil“, der französischen Zivilrechtskodifikation. Er enthält durch Aufnahme der „Coutumes“ Elemente germanischen Rechts. Infolge des Friedens von Lunéville erlangt er auch im Rheinland Geltung und bleibt dort bis 1900 in Kraft.

 

12.07.1806

25.07.1806

13.08.1806

Beitritt von Baden in den Rheinbund

Rheinbunds-Akte - Austausch der Ratifizierungen von Baden

Proklamation des Großherzogtum Baden - Erster Großherzog Karl Friedrich. Verwaltung und Wirtschaft werden gefördert, ebenso die Universitäten Heidelberg und Freiburg.

1806 (Juli)

 

 

 

06.08.1806

Rheinbundakte:

Süd- und westdeutsche Fürsten schließen sich im Rheinbund unter dem Protektorat Napoleons zusammen und erklären ihren Austritt aus dem Reich.

Kaiser Franz II. legt die Kaiserkrone nieder.

 

Aufgrund der Niederlegung der Kaiserkrone ging das "Heilige Römische Reich" (HRR) nicht unter. Staatsvolk und Staatsgebiet bestanden teilweise fort (trotz Annexion durch Napoleon) und die Süd- und westdeutsche Fürsten konnten auf Grund der Lehensgesetze keinen „Austritt aus dem Reich“ erklären.

Einer offiziellen Auflösung des Reiches hätte durch die Bestätigung aller Beteiligten erfolgen müssen, so auch durch den Vertreter der katholischen Kirche. Mit der Säkularisation wurde der „ordentliche Weg“ zur geregelten Auflösung des Reiches grundsätzlich verhindert.

 

[Anmerkung: In der Folge ist der Platz des Kaisers des HRR unbesetzt und das Reich existiert formell rechtlich weiter fort!

Mit dem grundsätzlichen völkerrechtlichen „Ruhen“ des HRR sind rechtlich ebenso alle staatsrechtlichen Vorrechte, wie Regale, Domänen usw., in den „Zwangsruhestand“ verfallen. Das bedeutet in der Konsequenz, daß alle nachfolgenden Rechtssubjekte nur die Verwaltung als nicht beauftragter Erfüllungsgehilfe des Reiches übernehmen können, ohne selbst in die Funktion eines Staates, gemäß dem Völkerrecht, zu kommen.

 

Alle Rechtssubjekte sind in weiteren Rechtsfolge auf dem deutschen Gebiet des Reiches nur folgende Konstellationen von politschen Körperschaften (NGO's) möglich:

politsche Körperschaften / völkerrechtliche Vereine, wie den Deutschen Bund, das Deutsches Reich;

Republiken und Staatbund (völkerrechtliche politsche Vereine), wie die WR, DDR, BRD;

Konföderationen (völkerrechtliche politsche Vereine), wie BRD.

Staatenverbund (völkerrechtliche politsche Vereine)

 

Zitat vom 21.07.1951:

„Das Grundgesetz geht davon aus, daß der heutige deutsche Staat, wie er in der Bundesrepublik verkörpert ist, mit dem ehemaligen Reich identisch ist und daß das Grundgesetz [auch Verfassung der DDR] keinen neuen Staat geschaffen, sondern dem fortbestehenden deutschen Staat nur eine neue Organisation gegeben hat.

(siehe 1867, 01.01.1871, 14.08.1919, 23.05.1949)

 

Zitat vom 25.04.1980:

Er [Anm.: der Senat] bekräftigte, daß es für Bürger der Bundesrepublik nur die Staatsangehörigkeit deutsch, aber keine Staatsangehörigkeit BRD gebe.“

Warum wurde diese Aussage getroffen?

Da sich die BRD in einer direkten Rechts(nach)folge sieht, sind die Rechtsverhältnisse des nationalsozialistischen Staates - unter dem Deckmantel einer parlamentarischen Demokratie - wieder hergestellt, einfach übernommen oder fortgeführt worden (siehe dazu RuStAG 1913 i.d.F.d.B. aus 1999 und in der Fußnote die Verweise u. a. auf die Verordnung v. 05.02.1934).

 

Kurzformel der Maastrichtendscheidung des BverfG vom 12.03.1993:

1. Staatenverbund (BVerfG)

Maastricht-Entscheidung:

Der Unionsvertrag begründet einen Staatenverbund zur Verwirklichung einer immer engeren Union der - staatlich organisierten - Völker Europas, keinen sich auf ein europäisches Staatsvolk stützenden Staat.

= supranationale Verbindung von Staaten, (noch) kein Bundesstaat

 

2. Verfassungsverbund (Lehre)

Nationale und supranationalen Verfassungsordnung sind komplementäre Ordnungen, die einen Verfassungsverbund bilden; die „Europäische Verfassung“ ist das europäische vertragliche Dach (EU-Vertrag, EG-Vertrag) zusammen mit den nationalen Verfassungen.

(Pernice, in Dreier (Hrsg.), Grundgesetz-Kommentar, Art. 23, Rn. 20 ff.)

 

Zitat BverfG vom 14.10.2004:

Da die Europäische Menschenrechtskonvention – in der Auslegung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – im Range eines förmlichen Bundesgesetzes gilt, ist sie in den Vorrang des Gesetzes einbezogen und muss insoweit von der rechtsprechenden Gewalt beachtet werden.“

 

Die weitere Folge ist deshalb möglich, ohne den Zustand des Reiches anzutasten, die „Erfindung“ des neuen Systems mittels neuer politischer Körperschaften und Organisationen (Verein = Rechts- / Poiltikgemeinschaft), die die Funktionen des Staates und bei gleichzeitiger Teilidentität zum Reich - gemäß ihrer Definition – nur auf politischer Ebene ausführen.

Die rechtlichen Ebene des Völkerrechts besteht dann nur im Abschluß von internationalen Verträgen zwischen den einzelnen Stämmen der Völker.

 

Somit sind die Aufgaben der politischen Vereine (u.a. die Parteienherrschaft der EU) im Allgemeinen auf einfache Art und Weise zu erklären.

Nimmt man sich das BGB, wird man politische Vereine nicht finden.

Es wird einem um mehr erstaunen, daß die politischen Vereine als „juristische Personen“ rechtlich nicht greifbar sind, sondern nur die Mitglieder in den politischen Organisationen (Vereinen = Rechts- / Politikgemeinschaft). Im Einzugsbereich des BGB diskutiert man gerade, wie man die Haftungsbeschränkungen für die Vorstände der Vereine weiter reduzieren kann.

 

Wie nennt man politische Vereine? Allgemein: Parteien, Gewerkschaften usw.

Wie definiert man einen politschen Verein?

 

 

Entscheidung vom 21. April 2004 :

 

“Anders als das durch Hoheitsakt der Alliierten ausdrücklich aufgelöste und damit als Rechtssubjekt untergegangene Land Preußen (siehe. Art. 1 des Kontrollratsgesetzes Nr. 46 v. 25.02.1947, KRABl. Nr. 14 v. 31.03.1947, abgedruckt in: v. Münch (Hrsg.), Dokumente des geteilten Deutschland, Bd. I, 2. Aufl. 1976, 54 f.) ist das Deutsche Reich als Folge des 2. Weltkrieges nicht untergegangen. Es ist weder mit der Kapitulation seiner Streitkräfte, der Auflösung der letzten Reichsregierung im Mai 1945 noch durch die Inanspruchnahme der "obersten Gewalt in Bezug auf Deutschland" durch die vier Hauptsiegermächte am 5. Juni 1945 völkerrechtlich erloschen.

Auch haben das Grundgesetz selbst und die auf seiner Grundlage gebildeten Staatsorgane der Bundesrepublik Deutschland das Inkrafttreten des Grundgesetzes nicht als Untergang des deutschen Staates bewertet.

Die Bundesrepublik Deutschland betrachtete sich vielmehr von Beginn an als teilidentisch mit dem Völkerrechtssubjekt Deutsches Reich, lediglich in der gebietsbezogenen Hoheitsgewalt beschränkt auf den räumlichen Anwendungsbereich des Grundgesetzes.

Diese Teilidentitäslehre ist auf der völkerrechtlichen Ebene von zahlreichen Staaten anerkannt worden (vgl. BVerfG, Urteil v. 31.07.1973 – 2 BvF 1/73 – BVerfGE 36, 1 [15 ff.]; BVerfG, Urteil v. 21.10.1987 – 2 BvR 373/83 – BVerfGE 77, 137 [154 ff.]).

Das Bundesverfassungsgericht hat aus diesem Umstand den Schluss gezogen: "Die Bundesrepublik ist also nicht «Rechtsnachfolger» des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat «Deutsches Reich», — in Bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings «teilidentisch», so dass insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht."

(vgl. BVerfG, Urteil vom 31.07.1973 – 2 BvF 1/73 – BVerfGE 36, 1 [16]).”32 [RN 40]

 

In Abwandlung dieser Entscheidungen (siehe u.a. 21.04.2004) und der „Teilidentitätslehre“ kann man in der Folge allgemein, gemäß der Teilidentitätslehre, als Gedankenspiel neu formulieren:

Anders als das durch den WK II Hoheitsakt der Alliierten ausdrücklich aufgelöste und damit als Rechtssubjekt untergegangene Land Preußen (siehe. Art. 1 des Kontrollratsgesetzes Nr. 46 vom 25.02.1947, KRABl. Nr. 14 vom 31.03.1947, abgedruckt in: v. Münch (Hrsg.), Dokumente des geteilten Deutschland, Bd. I, 2. Aufl. 1976, 54 f.) ist der Staat HRR als Folge der Niederlegung der Krone von Kaiser Franz II. nicht untergegangen.

Es ist weder mit der Kapitulation seiner Streitkräfte, der Auflösung der letzten Reichsregierung im Jahre 1806 noch durch die „Inanspruchnahme der obersten Gewalt in Bezug auf Deutschland als Ganzes“ durch die vier Hauptsiegermächte nach Beendigung des WK II im Jahr 1945 völkerrechtlich erloschen.

Auch haben die politischen Satzungen und die politisch motivierten rechtlichen Verträge (Verf. DB, RV, WRV, GG,DDR-Verf., EU-Verfassungsverträge) selbst und die auf ihrer Grundlage gebildeten politischen Körperschaften (Deutscher Bund, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich, Weimarer Republik, BRD, DDR, Europäische Union) das Inkrafttreten der Satzungen/Verträge nicht den Untergang des HRRDN bewertet.

Die politischen Körperschaften (Deutscher Bund, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich, Weimarer Republik, BRD, DDR, Europäische Union) betrachteten sich vielmehr von Beginn an als teilidentisch mit dem Völkerrechtssubjekt des HRRDN, lediglich in der gebietsbezogenen politschen Hoheitsgewalt beschränkt auf den räumlichen Anwendungsbereich der Befugnisse der politischen Organe (Verf. DB, RV, WRV, GG,DDR-Verf., EU-Verfassungsverträge).

Diese Teilidentitätslehre ist auf der völkerrechtlichen Ebene von zahlreichen Staaten anerkannt worden (vgl. BVerfG, Urteil vom 31.07.1973 – 2 BvF 1/73 – BVerfGE 36, 1 [15 ff.]; BVerfG, Urteil vom 21.10.1987 – 2 BvR 373/83 – BVerfGE 77, 137 [154 ff.]).

Das deutsche Bundesverfassungsgericht kann aus diesen Darstellungen den Schluß ziehen:

Die politschen Körperschaften (Deutscher Bund, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich,Weimarer Republik, BRD, DDR, Europäische Union) sind also nicht «Rechtsnachfolger» des Staates HRRDN, sondern als politische „Verwaltungskörperschaft“ identisch mit dem Staat «HRRDN», — in Bezug auf ihre räumliche Ausdehnung allerdings «teilidentisch», so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht.

Die untergeordneten und teilautonomen politischen Körperschaften und deren politischen Organe (einzelne politische Unterverwaltungen – Bundesländer, Gemeinden usw.) sind nach den gleichen Gesichtspunkten einzuordnen.

(vgl. BVerfG, Urteil v. 31.07.1973 – 2 BvF 1/73 – BVerfGE 36, 1 [16]).”32 [RN 40]“

 

Der Sonderfall der politischen Verwaltungskörperschaft „DDR“ ist besonders zu betrachten.

Auf Grund des initiierten Referendum der Einwohner des Teilbereiches des Staates HRR am 06.04.1968 zur Verfassung der politischen Verwaltungskörperschaft „DDR“ ist festzustellen, daß es sich um eine demokratische Mehrheitsentscheidung der Einwohner des Teilgebietes des HRR zu der politischen Verwaltungskörperschaft „DDR“ handelt.

Eine Auflösung der politischen Verwaltungskörperschaft „DDR“ hat durch ein Referendum bis dato nicht stattgefunden.

Aus rechtlicher Sicht ist dazu ein Referendum mit einer demokratischen Mehrheitsentscheidung der Einwohner des Teilgebietes erforderlich.

Geschichtliche Vorgaben der Auflösung von völkerrechtlicher Körperschaften sind u.a. mit der Auflösung der politischen Körperschaft (völkerrechtlicher Verein) „Deutschen Bund“ am 23.08.1866 zu finden.

Mit dieser rechtlichen Auflösung der politischen Körperschaft wurde der Weg für Neugründungen von politischen Körperschaften geebnet.

Die folgende Neugründung der politischen Körperschaft „Norddeutscher Bund“ ist ein eindeutiges Zeichen dafür.

Nachfolgende Satzungs- / Verfassungsänderungen sind mit den rechtlichen Beitrittsverträgen der „Süd- und Westländern“ zur politischen Körperschaft „Norddeutscher Bund“ im November 1870 zu erkennen. Die Weiterführung des eingeschlagenden Weges ist die Umbenennung des „Norddeutscher Bund“ in „Deutsches Reich“ ohne den freien Willen der Stämme der Völker zu berücksichtigen.

Das gleiche Schema ist in der Phase des revolutionären Umschwungs in der Politik 1918/1919 zu erkennen – rechtliche Nichtauflösung der politischen Körperschaft „Deutsches Reich“ und rechtliche Gründung einer neuen politischen Körperschaft „Weimarer Republik“ (siehe Teilidentitätslehre).

Die Weimarer Republik, wie auch die Sowjetunion (siehe Rapallovertrag) wurde zögerlich International anerkannt.

In Folge des instabilem System der politischen Körperschaft „Weimarer Republik“ konnte die politische Machtergreifung im Jahre 1933 von Hitler erfolgen, weil die deutschen Stämme Veränderungen in den Lebensverhältnissen wünschten.

Die rechtliche Absicherung der politischen Diktatur Hitlers (Präsidialrechte der politischen Körperschaft – der Führer) ist durch das Berufen auf die politische Körperschaft „Deutsches Reich“ vom 01.01.1871 erst möglich geworden, sodaß die Präsidialrechte Hitlers International sofort anerkannt (siehe Teilidentitätslehre) wurden. Nach der internationalen Anerkennung und dem Erlaß der politisch motivierten Normen zur Schaffung des Einheitstaates, ähnlich des HRR, ist der Drang der absoluten Macht immer deutlicher geworden.

Dies schlägt sich in seinem Versuch nieder, der politischen Körperschaft „Deutsches Reich“ durch eine von den deutschen Stämmen angenommen und bestätigten Verfassung rechtlich abzusichern.

In den Recherchen sind Versuche offenkundig geworden, Hitler mit der rechtlichen Wiederherstellung des HRR von den Präsidialrechten der politischen Körperschaft „Deutsches Reich“ abdanken zu lassen.

Alle Versuche Hitler zu beseitigen, sind fehlgeschlagen. Der bekannteste Versuch der Beseitigung von Hitler war 1944.

Mit Hilfe des Verhältniswahlrechtes wird der freie demokratische Wille der Einwohner untergraben.]

 

09.10.1807

Stein'sches Edikt über die Bauernbefreiung

15.10.1807

Erstmalige Erhebung einer Vermögenssteuer in Berlin.

1808

Preußische Städteordnung

16.12.1808

Nach Räumung Berlins durch die französischen Truppen Wiederaufnahme der Arbeit durch die Große National Mutterloge.

22.04.1809

Auf Grundlage der preußischen Städteordnung von 1808 erstmalige Wahl von Stadtverordneten in Berlin.

1810

Preußisches Edikt betreffend die Einführung einer allgemeinen Gewerbesteuer

 

Einführung des Code Napoleon als Badisches Landrecht.

Der Code Napoleon (Code Civil) ist Ergebnis des Gedankenguts, welches während der Französischen Revolution entstanden ist. Er verkörpert den Sieg des Bürgertums und ist geprägt durch den Individualismus, welcher auf den Grundsätzen von Gleichheit, Freiheit und Eigentum beruht.

Der Code Civil galt bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches im Jahre 1900.

 

   

04.02.1811

Als unter der Besetzung der napoleonischen Truppen die Hamburger Logen zur "Grande Loge provinciale Hanseatique" in den Grand Orient einverleibt werden sollten, löst Br. Schröder die Verbindung zur Großloge in England, und am 4. Februar 1811 wurde beschlossen, sich als von London unabhängige Große Loge zu Hamburg zu erklären.

1812

Preußisches Edikt über die polizeilichen Verhältnisse der Gewerbe:

Aufhebung des Zunftzwangs; Gewerbefreiheit.

 

Preuß. Emanzipations-Edikt betreffend der Juden

 

16.02.1813

Großherzog Leopold von Baden löst alle Logen in seinem Lande auf.

05.06.1815

 

 

 

 

15.05.1820

Bundesakte des Wiener Kongresses

Mit der Annahme der Kongreßakte endet der Wiener Kongreß über die politische Neuordnung Europas nach dem Sturz des französischen Kaisers Napoleon.

Im zweiten Frieden von Paris gestehen Oesterreich, Preußen, Großbritannien und Rußland Frankreich nach der Verbannung Kaiser Napoleons I. nur die Grenzen von 1790 zu.

 

Die Bundesversammlung nimmt die Wiener Schlußakte an, das die Bundesakte von 1815 ergänzende Grundgesetz des Vereins „Deutschen Bund“.

Es diente bis zur Revolution 1848 als Grundlage für eine reaktionäre Politik.

1866 wurde mit der Zustimmung von Österreich der Verein „Deutschen Bund“ aufgelöst.

 

1815

Die in zahlreiche Landsmannschaften zersplitterten deutschen Burschenschaften schließen sich zur Jenaer Burschenschaft mit den Farben Schwarz, Rot und Gold zusammen.

 

Die Mark Brandenburg war das Kernland des Königreichs Preußen und wurde ab 1815 zur preußischen Provinz Brandenburg

 

19.12.1816

Stiftung der Loge "Carl zum aufgehenden Licht" durch den Landgrafen Carl von Hessen-Kassel in Frankfurt am Main gegründet.

 

1818

König Wilhelm I. von Württemberg hebt in seinem Land die persönliche Leibeigenschaft auf.

Das Großherzogtum Baden bekommt die liberalste Verfassung in Deutschland (Nebenius). Der große liberale Historiker Badens, von Weech, formulierte dazu: "Allgemeiner Jubel begrüßte in dem Gebiete zwischen Bodensee und Main das lang ersehnte Verfassungswerk, welches mehr als alle vorausgegangenen Organisationen dazu beitrug, die verschiedenartigen Bestandteile, aus denen das Großherzogtum zusammengesetzt war, zu einem staatlichen Ganzen zu vereinigen."

 

Napoleon wird bei Waterloo von britischen und preußischen Truppen vernichtend geschlagen.

 

1820

Bau des Badische Ständehauses - erstes Parlamentsgebäude in Deutschland.

Aufhebung der Leibeigenschaft in den neu hinzugekommenen Gebieten.

1822 zog der Badische Landtag in das Ständehaus.

 

1821

Schließung der Freimaurerlogen im Königreich Polen auf russische Anordnung.

 

1822

Vereinigung Cleve-Berg und Großherzogtum Niederrhein zur Rheinprovinz

Beitritt am 25.03.1835 vom Fürstentum Lichtenberg

Beitritt am 24.02.1872 vom Oberamt Meisenheim

 

1822

Kongreß der Heiligen Allianz in Verona, Haugwitz legt eine belastende Schrift vor; der preußische König verteidigt die Freimaurer.

1823

US-Präsident James Monroe fordert die politische Trennung zwischen Neuer und Alter Welt, sowie die Nichteinmischung Europas in die USA-Politik (Monroe-Doktrin).

 

1824

In Berlin werden die ersten Briefkästen aufgestellt.

 

Erstmals besuchen überseeische Kaufleute aus Nordamerika, Brasilien, Argentinien und Indien die Leipziger Messe.

Leipzig wird damit zum Welthandelsplatz.

 

1828

Zolleinigung zwischen Preußen und Hessen

Weiterführung im Jahre 1834

 

1830

Belgien erklärt sich von den Niederlanden unabhängig.

Leopold I. wird 1831 zum ersten König Belgiens gewählt.

 

1831

Die Großmächte Frankreich, Großbritannien, Preußen und das Russische Reich bestätigen auf der Londoner Konferenz die Unabhängigkeit und Neutralität Belgiens.

01.04.1832

Einführung der Pressefreiheit in Baden, die wieder im Juli auf Druck des Deutschen Bundes aufgehoben wurde

1833

Die „Messebestimmungen des Deutschen Zollvereinigungsvertrages von 1833“ lösen nicht die rund 50 Messeprivilegien, -urkunden und -abkommen ab, die über drei Jahrhunderte hinweg in Leipzig Gültigkeit hatten.

 

1834

Badische Gewerbeschule-Verordnung, gewerbereiche Städte in Baden errichten Gewerbeschulen

 

01.01.1834

Der deutsche Zollverein als Zusammenschluß der deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft.

Der Beitritt Sachsens zum Deutschen Zollverein wirkt sich fördernd auf die Leipziger Messe aus.

 

1835

Die erste Eisenbahn in Deutschland nimmt den Betrieb zwischen Fürth und Nürnberg auf.

1837

Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld wird König von Portugal und begründet die bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1910 herrschende Dynastie Sachsen-Coburg-Braganca.

1837

Einige in Frankreich und Belgien aufgenommene jüdische Brüder versenden ein Zirkular, worin sie die Hilfe der Logen erbitten, weil in den preußischen Logen ihnen, trotz ihres Certifikats, der Zutritt verweigert wird.

1839

F. G. Braeunlich, Direktor der Privat-Heilanstalt Wackerbarthsruhe bei Dresden veröffentlicht: Psychische Heilmittellehre für Ärzte und Psychologen.

  • Non-restraint-System wird in England durch John Conolly (1794-1866) im größten Irrenhaus (ca. 1000 Insassen) in Middlesex in Hanwell eingeführt: Abschaffung von Zwangsmitteln durch Prinzipien von Geduld, Gerechtigkeit und Güte.

09.03.1839

Preußisches Regulativ betreffend des Jugend-Arbeitsschutz

1840

Preußen, Österreich, Großbritannien und Rußland schließen die Quadrupelallianz von London zum Schutz des Osmanischen Reiches vor dem Statthalter in Ägypten.

22.05.1840

Aufnahme des Prinzen Wilhelm von Preußen, später Kaiser Wilhelm I., in den Freimaurerbund.

1842

Preußisches Freizügigkeits-, Unterstützungswohnsitz-Untertanengesetz

1844

Auffindung des Codex Sinaiticus durch Constantin von Tischendorf im Katharinen-Kloster am Sinai (neue Funde 1859).

In Schlesien beginnt der Weberaufstand, eine Hungerrevolte von Webern, die nach drei Tagen blutig von preußischen Truppen niedergeschlagen wird.

 

05.09.1844

Erklärung des Großmeister-Vereins einer gleichen Zielsetzung der alt-preußischen Großlogen nach Grundsätzen des Christentums.

01.04.1845

Erlass der Allgemeine Gewerbeordnung in Preußen:

Durch die Gewerbefreiheit wurde den Zünften die Existenzgrundlage entzogen. Damit einher ging der Niedergang der teilweise vorbildlich entwickelten sozialen Einrichtungen, denen die wirtschaftliche Basis entzogen wurde. Der Staat sah sich somit vor der Aufgabe, einen entsprechenden Ersatz zu schaffen.

 

1845

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. beruft nach der Märzrevolution ein liberales "Märzministerium" ein.

Am 1. Mai wird eine preußische Nationalversammlung gewählt.

 

1846

Mit der Bildung einer provisorischen Regierung der von Dänemark abgefallenen Herzogtümer Schleswig und Holstein führte zum ersten Deutsch-Dänische Krieg.

In einem "Offenen Brief" erklärt König Christian VIII. von Dänemark die Herzogtümer Schleswig und Holstein als zu Dänemark gehörend.

 

1847

Auf Druck liberaler und demokratischer Bürger eröffnet König Friedrich Wilhelm IV. den Vereinigten Landdeutschentag, das erste Parlament in Preußen.

19.02.1847

Großherzog Leopold von Baden hebt das Verbot der Freimaurei vom Jahre 1813 wieder auf.

1848

In der Frankfurter Pauluskirche tritt die Deutsche Nationalversammlung zusammen, das erste direkt gewählte Parlament der Deutschen. Hauptziele sind der Entwurf einer Verfassung und die Schaffung eines Nationalstaates.

Die Frankfurter Nationalversammlung erklärt Schwarz-Rot-Gold zu den Bundesfarben.

Nach Ausbruch der Märzrevolution in Wien tritt der österreichische Haus-, Hof- und Staatskanzler Fürst Metternich zurück und flieht ins Ausland.

Während der Märzrevolution in Preußen sieht sich König Friedrich Wilhelm IV. gezwungen, den gefallenen Berliner Barrikadenkämpfern seine Achtung zu erweisen.

 

Sicherheitszündholz (von 1930 bis 1983 gab es im DR und der BRD ein staatliches Zündwarenmonopol, in der DDR bis 1989).

 

1849

Die Frankfurter Nationalversammlung proklamiert die deutsche Reichsverfassung, die ein deutsches Kaiserreich ohne Österreich vorsieht. Die Verfassung tritt jedoch nie, auf Grund der Ablehnung der angebotene Kaiserkrone an König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, in Kraft.

Damit ist die deutsche Revolution von 1848 gescheitert.

Das Dreikönigsbündnis zwischen Preußen, Hannover und Sachsen soll nach dem Scheitern der Frankfurter Nationalversammlung die kleindeutsche Lösung unter Preußens Führung sichern.

 

 

 

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